Copyright Günther Gabold
Greifvogelpflegestation Stettfeld
Statusänderung
Die   Greifvogelpflegstation   Stettfeld   wurde   per   Bescheid   vom   20.03.2015   des   Landratsamtes   Haßberge,   als Auffangstation   für   kranke   bzw.   verletzte   Wildtiere,   speziell   für   Vögel,   insbesondere   Greifvögel   genehmigt. Des   weiteren   ist   die   Station   nach   §   11   Abs.   1Satz1   Nr.   3   TierSchG   als   Tierheim   ähnliche   Einrichtung anerkannt.Die   Station   wird   somit   in   die   Lage   versetzt   alle   heimischen   Vogelarten   aufzunehmen.Der   Name   der Station      bleibt   aus      technischen   Gründen   vorläufig   erhalten.Die   Leitung   obliegt   weiterhin   Herrn   Günther Gabold.Um   dem   vermutlich   höheren   Aufkommen   an   Pfleglingen   zu   begegnen.   ist   der   Bau   einer   Voliere   mit den   Grundmaßen   12m   x   7m   mit   variablen   Abteilungen   geplant.   Des   Weiteren   muss   die   Aufnahmekapazität für    Kleinvögel    erweitert    werden.Trotz    der    Statusänderung    sind    wir    auf    Spendengelder    angewiesen,    um unseren   Pfleglingen   eine   optimale   Unterkunft   zu   bieten.Helfen   sie   mit   die   Lebensqualität   von   meist   durch   den Menschen zu Schaden gekommenen Mitgeschöpfen zu verbessern.
Ich habe mich entschlossen, Bienen auf dem Gelände der Station zu halten! 3 Bienenvölker arbeiten schon fleißig für die Station. Ich möchte das Ganze auf 6 Völker erweitern. Warum Bienen? Einstein soll einmal gesagt haben? Wenn erst mal die Bienen ausgestorben sind, dann stirbt auch der Mensch vier Jahre später. Ob das so stimmt, sei dahingestellt, eines steht aber fest, es gibt ein weltweites Bienensterben. Über die Ursachen wird heftig gestritten! Ich erhebe zwar nicht den Anspruch, daran etwas ändern zu können. Aber einen Beitrag und sei er noch so klein, um den führ uns Menschen so wichtigen Insekten zu helfen, möchte ich leisten. Einen Hintergedanken gibt es schon. So kann ich Freunden der Station, in Form eines süßen Naturprodukts, eine kleine Freude machen.    Vogelstation Stettfeld Günther Gabold
.
Die   Haube   die   der   Vogel   beim   Transport   tragen   muss   ist   abgenommen.   Das   Bild   zeigt   deutlich   die   Lücke   die   im Schwanzgefieder noch besteht und auf Los gets los.
Das Training findet mit Hilfe einer Beuteattrappe in Bodennähe statt und dient dem Muskelaufbau. Aber so leicht wird es dem Falken nicht gemacht. Kurz bevor er das Federspiel erreicht wird es weggezogen
Misserfolg!   Die   Aggression   steigt,   der   Vogel   steigert   sich   bis   zur   Verausgabung!   In   der   Natur   normal,   Fangen   oder Verhungern!
Damit   das   ganze   Sinn   macht,   darf   der   Falke   am   Schluss   die   Beute   schlagen   und   das   montierte   Fleischstück   Fressen.   Den Rest   der Tagesration   gibt   es   auf   der   Faust,   Mit   vollem   Kropf   noch   ein   kühles   Bad   und   der Tag   ist   gelaufen.   Zumindest   aus der Sicht des Falken.
Flugtraining
Ein junger Wanderfalke lernt das Jagen.
Am   28.05.2017   um   ca.   15   Uhr   wurde   ich   von   der   Verwaltung   des   Domkapitel   Bamberg   informiert,   es   würde   sich ein   junger,   flugunfähiger   Wanderfalke   vor   dem   Eingang   des   Dommuseums   aufhalten.   Als   ich   um   15:45   vor   Ort war,   fand   ich   den   Vogel   in   einem   Vorgarten.   Das   Tier   lies   sich   problemlos   aufnehmen.   Es   folgte   der   Transport   in die Greifvogelpflegestation Stettfeld.
Eine Untersuchung ergab folgenden Befund:       Keine äußeren Verletzungen          Leichte Unterernährung           Gefiederschäden
Wegen   des   Gefiederschadens,   habe   ich   entschieden   den   Vogel   nicht   in   den   Nistkasten   zurückzusetzen,   aus   dem er mit hoher Wahrscheinlichkeit stammt.
Beschreibung des Gefiederschadens: Es sind 4 wichtige Steuerfedern aus dem Schwanzgefieder abgebrochen.
Zwei der geschädigten Federn aus dem Großgefieder des Falken. In der Fachsprache nennt man so etwas Grimal, als Ursache nimmt man Hunger oder Stress an. Ich denke dass das eine das andere mit sich bringt. Deshalb meine Theorie! Während der Aufzucht ist ein Elternteil ausgefallen. Diese Annahme deckt sich auch mit Aussagen von Beobachtern, die zuletzt nur das Weibchen auf dem Anflugbrett, beobachten konnten.
Meine Entscheidung:
Ich trage den Vogel nach Falknerart ab, um ihn jagdfähig zu bekommen und  ihn  schlussendlich mit ruhigem Gewissen in die Natur zu entlassen.Natürlich hat  die Methode die ich bevorzuge, einen großen Nachteil. Der Vogel wird fehlgeprägt. Meine und nicht nur meine Erfahrung, hat aber gezeigt dass nachdem der Falke jagdfähig war, er sich in der Natur, ohne menschliche Hilfe durchsetzen kann. Das ganze ist zwar aufwendig aber es macht auch Spaß.